Vinkulierung

Was bedeutet Vinkulierung? Eine Vinkulierung dient der Besicherung von Ansprüchen aus einem Vertrag. Einfach ausgedrückt: Es ist eine Auszahlungssperre. Nicht der Versicherungsnehmer, sondern ein im Versicherungsvertrag angegebener Dritter erhält die Leistung.

 

Häufig werden von Banken und Leasinggesellschaften Verträge zu Ihren Gunsten vinkuliert. Eine Auszahlung kann nur durch die Zustimmung des Vinkulargläubigers, also der Bank oder Leasinggesellschaft erfolgen. Versicherungen müssen den Vinkulargläubiger informieren, wenn der Versicherungsnehmer die Prämie nicht mehr bezahlt. Für eine Vinkulierung können Gebühren anfallen. Erkundigen Sie sich im Vorhinein wie hoch diese Gebühren sind.

 

Beispiele einer Vinkulierung aus der Praxis:

 

Leasinggesellschaft verlangt Vinkulierung für Kaskoversicherung

Der Kaskovertrag wird zugunsten der Leasinggesellschaft vinkuliert.

Bei einem Totalschaden bekommt der Leasinggeber, der auch Eigentümer des Fahrzeuges ist, das Geld aus der Kaskoversicherung.

 

Lebensversicherung

Die Bank möchte eine Lebensversicherung vinkulieren um die Ansprüche aus einem Kreditvertrag abzudecken.

 

Feuerversicherung

Wenn Häuser oder Wohnungen über Kredit finanziert werden, schreibt die Bank meistens den Abschluss einer Feuer- oder Eigenheimversicherung vor. Nach einem Brandschaden muss die Bank ihre Zustimmung zur Auszahlung der Versicherungssumme an den Versicherungsnehmer geben.

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